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Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 13 Teil 5: Das Gespenst das sich nicht traut

Das Gespenst das sich nicht traut


Casper wachte in seinem Bett auf, es war dunkel um ihn herum, wie immer. Was war geschehen, dachte er und wollte sich erheben, als ihn ein stechender Schmerz durchfuhr der nirgends wirklich zu Hause war. Ahja, Casper war verprügelt worden, er seufzte leise. Dieses Mal tat es mehr weh als die letzten Male, dachte er und lies sich zurück ins seichte Bett fallen.
Etwas grunzte und Casper blickte sich um. Mit dem Kopf auf seinem Bett lag Lilly, schlafend und etwas sabbernd lag sie halb auf seinem Bett und halb saß sie auf einem Stuhl. Casper grinste leise und erschrak positiv über sich selbst. Er grinste, Casper der vor kurzem verprügelt wurde grinste. Naja, dachte er, noch nie war er aufgewacht und hatte ein Gespenst erblickt, noch dazu ein Gespenst das er mochte.
„Casper?“, erklang leise flüsternd eine Stimme. Es war Jack welcher nun leise zu ihm geschwebt kam.
Caspers Grinsen verschwand augenblicklich und er starrte Jack nur böse an.
„Hör mal, Casper“, versuchte er es, blickte jedoch weg. „Was geschehen ist war falsch, ich hätte ihnen nicht das mit Lilly verraten dürfen. Ich wusste ja nicht was sie vorhatten, obwohl ich es mir hätte eigentlich denken können.
„Wie hast du überhaupt von Lilly erfahren?“, fragte Casper flüsternd aber immer noch mit wütender Miene.
„Ich hab gesehen wie du in die Ritterrüstung gestolpert bist, und wie ihr euch unterhalten habt. Und als du dann nicht wie immer im Zimmer warst, dachte ich mir du wärst bei ihr.“
„Und dann hast du Franky und Riddle gerufen?“
„Ja“, Jack senkte die Stimme. „Ich war wohl, irgendwie eifersüchtig und wollte nicht wahr haben das du dich mit einem Gespenst triffst. Verzeih mir bitte Casper.“ Jack klang reumütig aber Casper wollte ihm nicht vergeben, auch wenn es ein sehr ungewohntes Gefühl für Casper war, dass jemand anderes neidisch auf ihn war. In gewisser Weise erfüllte ihn dies auch mit Stolz, es hieß immerhin dass er etwas hatte, das er etwas besaß und wenn dies nur ein Gefühl war.
„Hör zu Casper, ich weiß du bist wütend und ich kann das auch nachvollziehen. Ich wollte mich entschuldigen, ich stand da und habe nichts gemacht, ich habe nicht eingegriffen, sie nicht aufgehalten ich hab einfach nur zugeguckt. Das war falsch ich weiß, doch in dem Moment war ich einfach total leer im Kopf und habe nicht verstanden was gerade vor meinen Augen passiert. Ich bin sofort nachdem sie dich alleine gelassen haben zu Lilly und habe sie geholt. Ich weiß nicht warum ich das getan habe aber sie kam sofort mit, hat mir geholfen dich ins Bett zu legen und hat auf dich aufgepasst, während ich Franky und Riddle aufgesucht habe.“
„Du hast was getan?“, rief Casper aus! Er wollte nicht noch mehr Ärger mit ihnen haben, dieses Mal hatte es gereicht.
„Jap, ich hab ihnen gesagt was für Idioten sie doch sind und hab ihnen ordentlich meine Meinung gegeigt.“ Jack schien leicht zu grinsen. Casper blickte ihn an und als der Mond aus den Wolken hervor blickte, konnte Casper sehen das auch Jack verletzt war.
Was passiert hier, dachte Casper. Jemand setzt sich für mich ein, ein Gespenst liegt an meinem Bett und ich fühle mich gut bei dem Gedanken an beides, ist dies noch mein Leben?
„Das hättest du nicht tun müssen, nicht für jemanden wie mich.“, erwiderte Casper leise. Er wollte es nicht zugeben dass er sich gut fühlte und versuchte das Gefühl zu unterdrücken.
„Warum hätte er das nicht tun sollen?“, fragt Lilly, sie war aufgewacht. „Was heißt überhaupt für jemanden wie dich?“, sie erhöhte die Stimme.
„Casper ich weiß nicht was bisher bei dir passiert ist, aber ich kann dir sagen dass du ein absolut liebenswürdiger Geist bist. Reiß dich zusammen und steh zu dir, arbeite an dir und schau dich um. Du hast einmal in deinem Leben die Initiative ergriffen und schau, du hast zwei Freunde um dich herum stehen, die sich um dich sorgen und sich für dich eingesetzt haben.“ Sie atmete schwer, dann schien ihr aufzufallen wie laut sie geworden war und sagte im gewohnt leisen Tonfall: „Verzeih, i-ich, wollte nicht so laut sein.“
Casper blinzelte sie an, für einen Moment dachte er nicht das süße, zurückhaltende Gespenst Lilly vor sich zu haben sondern einen Ghoul. Sie hatte Recht, wusste er.
„Ja, ich weiß, es ist nur so dass ich diese Situation noch nie hatte. Ich hab immer davon geträumt dass sich Menschen so für mich einsetzten doch dies ist das erste Mal das es wirklich passiert ist. Ich danke euch beiden vom ganzen Herzen für das was ihr für mich getan habt.“
Innerlich nahm Casper sich ab nun an vor sich zu bessern, mutiger und selbstbewusster zu werden. Wenn nicht nur für sich sondern auch für Jack und Lilly, seine Freunde. Freunde, immer noch ein komisches Gefühl dieses Wort zu denken.
Er wollte Lilly behalten, würde ihr seine Gefühle beichten und hoffen dass sie ähnlich empfinden würde. Für Jack, wollte Casper jemand sein auf den er sich verlassen könnte wenn es nötig wäre, zuverlässig  und hilfsbereit wollte er sein.
Casper wollte Casper bleiben und sich doch neu entwickeln, dies nahm er sich ganz fest vor.
Mit diesen Gedanken grinste er seine Freunde an und sagte: „Hört mal Leute, ich bin euch wirklich sehr dankbar, aber könntet ihr mich etwas alleine lassen? Ich hab über ne ganze Menge nachzudenken und würde dafür gerne etwas Ruhe haben. Außerdem kann ich mir vorstellen dass ihr auch etwas Ruhe und Erholung braucht.“
Lilly und Jack nickten beide, und entfernten sich.
„Danke, meine Freunde.“, sagte Casper glücklich und find an über sein Leben bis jetzt nachzudenken.

ENDE


Das Leben ist wie ein Gebirge, es wird immer ein Tal kommen in welches man fällt, das ist normal. Doch man kann sich sicher sein dass der nächste Berg kommen wird auch wenn es lange dauert. Je größer das Tal desto höher ist der Berg.
Und wer Arbeit, Mut und Willen in den Aufstieg steckt, der wird den Berg auch früher oder später erklimmen, ganz egal um was für einen Berg es sich dabei handelt.
Hinfalle, scheitern bedeutet nur dass man eine Möglichkeit bekommt aus seinen Fehlern zu lernen.
Aufstehen bedeutet, sich diesen Fehlern zu stellen und diese zu akzeptieren.


-          Casper