Motivation!

Dieser kleine Text, soll eine Motivation für dich sein weiter nach unten zu scrollen! Du schaffst das! Los! Trau dich!

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Freitag, 16. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 13 Teil 3: Das Gespenst das sich nicht traut


Das Gespenst das sich nicht traut




Casper sitzt auf seinem Bett und liest immer wieder den Text den das Gespenst hat fallen gelassen als sie zusammen stießen.
Der Text lautete wie folgt:

„Memories

Es wurde Zeit. Nun musste ich gehen. Es war eine schöne Zeit. Aber noch länger stehen zu bleiben wäre nicht gut. Ich wurde mit jedem Schritt mit dem ich mich entfernte trauriger.
Es regnete. Wie passend, selbst Gott weinte.
Ich ging den Weg entlang  Was soll ich jetzt nur machen? Mit einem Mal alles verloren, alles was ich jemals liebte. Ich fing an zu weinen. Das war nicht fair. Und es war meine Schuld, ganz allein meine Schuld. Wenn ich nur etwas unternommen hätte wäre es niemals so weit gekommen.
Die Tränen wurden heftiger. Warum war ich nur so Stur? Ich hätte mich entschuldigen müssen. Alles meine Schuld.
Ich erreichte das Tor. Wind wehte mir den Regen ins tränennasse Gesicht. Das Tor knarrte im Wind. Alle waren weg. Nur noch ich war übrig. Ich ging, mit hängenden Schulternd und schluchzend durchs Tor und verließ den Friedhof.


Jahre später denke ich immer noch an diesen Tag zurück. Ich kann mir immer noch nicht verzeihen. Ich will nicht vergessen. Ich will diese Erinnerungen erhalten denn sie sind ein Schatz. Diesen Schatz kann mir keiner nehmen. Solange man sich an einen geliebten Menschen erinnert, solange man die Gedanken und Erinnerungen an ihn im Herzen behält stirbt sie nicht.“

Bei jedem Wort das Casper liest, scheint er das Gespenst ein bisschen besser kennen zu lernen. Und mit jedem Wort mehr will Casper das Gespenst unbedingt wieder sehen. Doch wie sollte er dies anstellen? Er konnte niemanden Fragen denn das war ihm unangenehm, er mochte die anderen Geister und Gespenster nicht wirklich, er fühlte sich schmächtig und wertlos neben ihnen. Nachdem er drüber nachgedacht hatte, verwarf er traurig den Gedanken daran sie zu suchen, er würde sie ja eh nicht finden. Doch den Text dachte er, den würde er für immer behalten.
Ein neuer Tag und doch noch die selber Probleme, dachte Casper. Er schwebte wieder Richtung Klassenzimmer und saß wieder in der letzten Reihe. Und wieder schenkte er den Geschehnissen vorne keine Aufmerksamkeit, stattdessen schrieb er einen Text.
Doch plötzlich blickte er von selbst auf, die Stimme die ertönte kannte er doch. Vorne stand das Gespenst mit welchem er zusammen gestoßen war und hielt einen Vortrag. Dabei sprach sie so leise, dass Casper sich fragte wie er diese überhaupt vernehmen konnte. Doch er nahm sie war und wurde in ihren Bann gezogen.
Am Ende der Stunde hetzte Casper hinter dem Gespenst her. „Hey, warte doch bitte!“, rief er und stolperte in eine Rüstung. Die Rüstungsteile prasselten schmerzhaft auf ihn und er hörte das ein oder andere Lachen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schwebte Casper langsam aus den Rüstungsteilen und starrte direkt in das Gesicht des Gespenstes, welches auf ihn hinunter blickte.
„Wuaaah“, schrie Casper aus und fiel zurück in die Trümmer.
„A-alles okay bei dir?“, fragte das Gespenst leise und half ihm aus den Trümmern.
„Ja, ja klar alles ist o-okay.“
„Du wolltest etwas v-von mir?“, fragte sie schüchtern.
Nun war der Moment gekommen in dem es drauf ankam, würde Casper jetzt gehen und nichts sagen, dann hätte er wohlmöglich eine große Chance auf ein neues Leben vertan. Wenn er aber andererseits sein kleines Herz in die Hand nehmen würde und aussprach was er dachte, würde vielleicht etwas Großartiges passieren.
Casper holte den Text hervor und stammelte: „D-du hast diesen T-Text liegen gelassen. Ich h-hab ihn gelesen und er gefiel mir richtig g-gut. Hast du vielleicht n-noch mehr von solchen? Ich schreib nämlich auch welche und vielleicht k-können wir uns ja austauschen?“
Das Gespenst starrte ihn mit offenen Augen an und nahm langsam den Text an sich.
„Ja , k-klar warum auch nicht, möchtest du später zu mir kommen ? Ich schreib dir auf wo ich wohne.“, antwortete sie und katapultierte Caspers Herz in ungeahnte Höhen. Er hatte einmal seinen Mut zusammen genommen und wurde dafür belohnt. Dies war eine für Casper noch nie da gewesene Erfahrung! Er nahm die Adresse des Gespensts entgegen und grinste ihr hinterher.
Sie war bezaubernd, dachte er und blickte auf den Zettel.
Ich freue mich schon darauf dich wieder zusehen, Lilly.




Fortsetzung folgt…