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Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 13 Teil 2: Das Gespenst das sich nicht traut

Das Gespenst das sich nicht traut


[...]
Casper saß in seinem Klassenzimmer und starrte Löcher in die Luft. Eigentlich wollte er gar nicht hier sein, warum auch? Er seufzte, wenigstens saß er in der letzten Reihe und konnte so ungestört andere Sachen machen wie zum Beispiel kleine Texte schreiben. Mittlerweile hatte er schon eine beachtliche Sammlung an Texten über die verschiedensten Themen, darauf war er ein bisschen Stolz. Momentan jedoch, wollte ihm einfach nichts einfallen und so starrte er gelangweilt aus dem Fenster.
„Casper!“, rief eine laute Stimme direkt vor ihm. Casper erschrak und fuhr zusammen, vor ihm stand sein Lehrer mit der Kette in der Hand. „Hör auf zu schlafen, Casper! Zeig doch lieber mal der Klasse was ich gerade vorgeführt habe, einfach um zu zeigen dass du aufgepasst hast“, feixte sein Lehrer der natürlich wusste dass Casper dazu nicht in der Lage war. Auch Casper war sich dessen bewusst und rührte sich kein Stück. Mit hoch gezogener Augenbraue betrachtete der Lehrer ihn, dann grinste er und sagte schadenfroh: „Kannst du nicht, ach wie schade naja, dann wirst du mir wohl  eine Zusammenfassung der Unterrichtsstunde schreiben müssen um den Stoff nachzuholen. Dafür kannst du ja einen deiner Freunde fragen.“ Der Lehrer drehte sich um, ging wieder nach vorne und fuhr mit dem Unterricht fort.
Abermals seufzte Casper, was war nur los mit ihm? Aber er kannte die Antwort nicht, niemand kannte die Antwort.
Es klingelte und die Stunde war beendet. Erleichtert stand Casper auf und schwebte hinaus auf den Flur. Der Flur war geschmückt von Spinnweben und Rüstungen, dazu alte grässliche Gemälde plus hier und da mal eine Fledermaus oder eine Ratte welche sich ausruhten. Hinterlegt wurde alles von einem alten grauen Mauerwerk welches scheinbar seit Anbeginn der Welt zu existieren schien, überall war es modrig und feucht. Für Gespenster war dies normalerweise der perfekte Ort, ein Ort mit Gruselfaktor nur dass Gespenster sich nicht vor so etwas gruselten, außer Casper. Ihm behagte es ganz und gar nicht durch die Flure zu schweben und wann immer er ein Geräusch hörte, zuckte er zusammen.
Im Schwebehaus angekommen blickte er hinunter auf die anderen Etagen, links und rechts schwebten Geister von Etage zu Etage und unterhielten sich derweil. Jeder war mit wem anders unterwegs, Casper fragte sich wie es sein musste mit jemanden zu reden der die gleichen Sachen machte oder mochte wie man selbst. Er schwebte langsam auf die unterste Etage, dort angekommen schlug er den Weg zu den Räumlichkeiten ein und wollte gerade um die Ecke biegen, als er mit jemanden zusammen stieß. „Au!“, stieß der Geist gegenüber aus. „Aua!“, entfuhr es auch Casper und er blickte auf den anderen Geist. Es war kein Geist, es war ein Gespenst, ein weiblicher Geist. Normalerweise beachtete Casper keine Gespenster weil er der Meinung war dass sie ihn sowieso nicht beachteten. Dieses Gespenst war hübsch, Casper errötete leicht und blickte verlegen zur Seite.
„Verzeihung, Verzeihung!“, sagte das Gespenst verzweifelt und schwebte unbeholfen wieder hoch. Da bemerkte sie, dass ihre ganzen Unterlagen aus der Tasche gefallen waren und schnell versuchte sie alle auf einmal aufzuheben, ließ dabei ihre Tasche fallen, schwebte dagegen und fiel wieder hin.
Ungläubig betrachtete Casper das Spektakel, schüttelte sich und half ihr beim aufsammeln. Langsam blickte er zu ihr auf und fragte: „Ist bei dir alles okay?“ 
„Ja, doch ja alles gut“, sagte sie abwesend, packte alles in ihre Tasche und stürmte davon.
Verdutzt blickte Casper ihr hinterher bis sie hinter der Ecke verschwand, wer war dieses Gespenst.
Er drehte sich wieder um und sein Blick viel auf ein Blatt Papier was auf dem Boden lag, sie musste es vergessen haben. Neugierig hob Casper es auf, auf dem Blatt war ein Text geschrieben, Casper las ihn. Wer war dieses Gespenst nur? Casper musste sie unbedingt wieder treffen, nach diesem Text erst recht!


Fortsetzung folgt…