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Montag, 12. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 13 Teil 1: Das Gespenst das sich nicht traut

Das Gespenst das sich nicht traut



Es war einmal ein kleiner Geist, der war nicht gruselig und deswegen sehr deprimiert. Der kleine Geist mit Namen Casper, wohnte wie jeder normale Geist in einem Internat für Geister. Dort teilte er sich ein Zimmer mit Jack. Jack war das groß, selbstsicher und vor allem gruselig, er konnte selbst Casper zu Tode gruseln. Im Prinzip war Casper das genaue Gegenteil von Jack was ihn noch deprimierter machte.
„Du musst dir einfach jeden Morgen in den Spiegel gucken und dir sagen: Du bist es! Du bist der Coolste, der Gruseligste, der Beste!“, riet ihm Jack immer und immer wieder. Jeden Morgen sah Casper Jack zu wie er diese Prozedur ausführte und innerlich beneidete Casper ihn um diese Motivation. Doch Casper half das nicht. Er konnte diese Wörter so oft aussprechen wie er wollte, es half ihm nichts wenn er nicht an die Wörter glaubte die er aussprach. Danach fühlte sich Casper noch elender und wollte nur wieder ins Bett zurück, sich unter seine Decke verkriechen und für immer verschwinden.
Jack konnte ihm also nicht helfen und Freunde hatte Casper nicht wirklich, so dass er sich in seinem Elend ganz alleine fühlte.  Er hatte keinen an den er sich wenden konnte, keiner der nach ihm sehen kam und keiner der einfach mal für ihn da war. Er wusste natürlich, dass er sich nicht wirklich an bat und das er die Initiative ergreifen musste, aber wie sollte er das machen wenn er nicht einmal an sich selber glauben konnte?
„Du bist jämmerlich!“, sagte er sich dann immer wieder und schlug sich die kleine Faust auf den Kopf. Er fühlte sich einfach nicht wohl auf dieser Welt. Leider zeigte dies auch sein Körper, denn anstatt eines transparenten Weiß, erschien er in einem matten und schmutzigen Weiß, was nicht wirklich half gruseliger zu wirken.
Es war wieder einmal morgen, was Casper daran erkannte, dass Jack wieder sein allmorgendliches Ritual durchführte. Casper seufzte, er hatte kaum geschlafen weil er immer wenn er die Augen schloss in ein großes schwarzes Nichts viel.  Er hatte Angst davor einzuschlafen und sich dem schwarzen Nichts hinzugeben. Da es Morgen war, hieß dies dass er wieder zum Unterricht musste, zur Spuk-Stunde.
 In der Spuk-Stunde wurde den heran wachsenden Geistern beigebracht, was sie für das Geisterleben zu wissen hatten wie zum Beispiel: Wie man sich richtig an einen Menschen heran schleicht oder wie man richtig mit den Ketten zu rasseln hatten. Heute war das Kettenrasseln dran und Casper war schon am Gedanken daran unmotiviert. Er konnte nicht mit den Ketten rasseln und wollte dies auch gar nicht können. Warum sollte er etwas lernen was er nicht können und seiner Meinung auch nicht brauchen würde? Nur weil er ein Geis war, musste er noch lange nicht wie jeder andere Geist leben und das machen was andere Geister machen. Ihnen wurde immer gesagt das sie wie ein Individuum denken sollen, wenn Casper dann aber argumentierte dass er also gewisse Sachen nicht machen würde da er als Individuum diese als nicht nötig erachtete, wurde er nur zu Recht gewiesen und anschließend ignoriert.
Abermals seufzend, stieg Casper langsam aus seinem Bett und begab sich Richtung Badezimmer, Richtung Ektoplasma-Dusche. Unmotiviert stellte er sich darunter, öffnete den Hahn und schloss die Augen. „Möge der Tag bitte schnell und schmerzlos vorüber gehen“, dachte er.
Das Ektoplasma floss an ihm herunter.


Fortsetzung folgt…