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Montag, 19. Oktober 2015

Kurzgeschichte Nummer 13 Teil 4: Das Gespenst das sich nicht traut


Das Gespenst das sich nicht traut





Casper saß bei Lilly auf der Bettkante und fühlte sich etwas unwohl. Er war noch nie so lange in der Gegenwart eines Gespenstes gewesen, dies war das erste Mal. Er wusste nicht genau was er sagen sollte und so saßen sie stumm da.
Lillys Raum war nicht größer als Caspers, jedoch anders eingerichtet. Wo es bei Casper karg war, war es bei Lilly düster, die Wände waren grauer und es gab sogar die ein oder andere Spinnwebe in den Ecken. Was Casper auffiel, war ein weißer Fleck in der Mitte der Wand welcher irgendwie fehl am Platze schien, sonst konnte er nirgends einen vergleichbaren Fleck entdecken.
„Also, der Text, der war echt, schön“, versuchte Casper ein Gespräch anzufangen und bereute es sofort, das hatte er doch schon gefragt.
Sie nickte nur.
„Wie, kamst du auf den Text?“
„Meine Oma ist gestorben.“, flüsterte sie leise und starrte in eine Ecke.
„Oh, d-das wusste ich nicht“, stammelte Casper und fühlte sich schlecht sie gefragt zu haben. Warum musste Kommunikation nur so schwer sein? Doch dann kam ihm eine Idee. Auf dem Tisch sah er Stift und Papier, er griff es sich und schrieb ein Wort drauf: „Es“ dann reichte er es Lilly. „Schreib auch ein Wort, wir schreiben unsere eigene Geschichte!“ Er grinste, das war eine gute Idee.
Auch Lilly schien aufzuwachen, nahm das gereichte entgegen und schrieb:  „war einmal“.
So verbrachten sie die Zeit bis das Blatt voll war. Mittlerweile saßen sie nebeneinander und lasen ihre Geschichte. In der Geschichte ging es um eine kleine Fledermaus welche ihr rechtes Ohr nicht benutzten konnte und immer wieder gegen Hindernisse flog. Doch irgendwann erschien eine andere Fledermaus welche dasselbe Problem mit dem linken Ohr hatte und sie unterstützten sich gegenseitig.
Keiner der beiden wusste wie diese Geschichte ihren Gedanken entsprungen war, aber sie war nun da. Casper überkam ein angenehmes Gefühl und er grinste Lilly an.
„Das hat echt Spaß gemacht!“, rief er aus.
Auch Lilly grinste: „Ja, das war echt super. Können wir das wiederholen?“
„Gerne.“, antwortete Casper und sah aus dem Fenster, es wurde langsam hell. Zeit zum Schlafen gehen. Er erhob sich, verabschiedete sich und schwebte zurück zu seinem Raum.
Er hätte  nicht gedacht, dass es so einen Spaß machen würde mit Lilly zusammen zu sein. Sie war ähnlich wie er, zurück haltend und schüchtern. Casper fühlte sich zu ihr verbunden.
Mit einem Grinsen bog er um die Ecke, auf den Flur an dessen Ende sein und Jacks Raum lag und blieb abrupt stehen, das Grinsen erfror. Vor seinem Raum stand Jack mit ein paar anderen Geistern und starrten ihn mit einem Ausdruck im Gesicht an, der nicht Gutes bedeuten konnte.
„Also Casper, du hast dich also mit Lilly angefreundet?“, fragte ein Geist den Casper nur aus dem Klassenzimmer kannte, Franky hieß er.
Casper nickte nur stumm.
„Wie ist sie denn so drauf?“, fragte der der dritte Geist, Riddle.
Casper antwortete nicht, er hatte ein ganz flaues Gefühl um die Magengegend herum. Gleich würde etwas Ungutes passieren, er musste laufen! Doch ersten wusste er nicht wohin, sie standen direkt vor seinem Raum und zweitens, konnte er sich vor Angst nicht bewegen.
„Weißt du Casper, Jack hier“, er wies auf Jack der mit unentschlossener Miene hinter beiden stand, „hat uns erzählt das du sonst mit niemanden etwas zutun hast. Weißt du, wir finden das sollte so bleiben. Es gibt eine gewisse, wie sagt man, Ordnung hier. Und rate mal, wir fühlen uns dazu berufen diese zu pflegen und zu erhalten.“
Langsam näherten sich Franky und Riddle, hinter ihrem Rücken zogen sie Ketten hervor. Geister konnten zwar durch physische Schäden nicht sterben, aber Schmerzen konnten sie wohl empfinden.
Casper wusste was gleich passieren würde und er hatte Angst.
„Halt einfach still und lass uns dir unsere „Ordnung“, erklären.“, flüsterte Riddle bedrohlich.
Casper schloss die Augen und machte sich bereit den Schmerz zu empfangen.


Fortsetzung folgt…