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Donnerstag, 10. September 2015

Meine Meinung 1: Flüchtlinge

Meine Meinung

Heute zum Thema:        Flüchtlinge
 
Hallo ihr da draußen, heute würde ich gerne meine Meinung über ein Thema hinterlassen, welches ja momentan in aller Munde ist: Flüchtlinge beziehungsweise Asylanten.
Als erstes würde ich gerne erwähnen dass das Folgende, meine Meinung wieder spiegelt. Jeder kann natürlich eine eigene Meinung haben oder sich seine eigene bilden.
Fangen wir also mit einer der größten Beschwerden die ich gehört habe an:

 Deutschland nehme zu viele Flüchtlinge auf.
Um einmal dies direkt vorweg zu nehmen, das ist falsch. Tatsächlich nehmen Länder wie der Libanon und die Türkei nehmen bei weitem mehr Flüchtlinge auf. Dort entstanden mehrere, riesige Flüchtlingslager welche Millionen an Flüchtlingen beherbergen. Ich sage extra Millionen, denn in der Türkei leben momentan knapp 1,1 Millionen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. Der Libanon liegt sogar noch knapp davor mit 1,2 Millionen Flüchtlingen. Zum Vergleich: In Deutschland werden dieses Jahr immerhin noch 800.000 Flüchtlinge erwartet.
Versteht mich nicht falsch das sind immer noch unfassbar viele Menschen. Ich meine, stellt euch doch einmal 800.000 Menschen versammelt an einem Platz vor. Das wäre 10-mal das Dortmunder Fußballstadion oder zwei Drittel der Kölner Stadtbewohner welche nur von Flüchtlingen belegt wäre.
Das ist schon eine krasse Vorstellung oder? Aber ich bin der Meinung, dass selbst dies kein Problem sei wenn die Situation schon vorher in Angriff genommen worden wäre.
Das bringt uns zu einem weiteren Punkt der diesmal nur auf meiner eigenen Meinung beruht:

Das fehlende Eingreifen in Krisenherden:
Wenn wir uns mal Länder wie Syrien, Irak oder von mir aus auch den Balkan anschauen, dann erkennen wir dass diese Krisenherde ja nicht erst seit gerade frisch aus dem Boden gekrochen kamen. Wir haben von diesen Problemen schon vor Monaten wenn nicht gar Jahren erfahren. Immer wieder haben wir in den Nachrichten mitbekommen was in Syrien oder im Irak passiert.

Wenn die Nachrichten uns dies zu jenen Zeitpunkten mitteilen konnten, wie viel früher haben es dann bitte die führenden Politiker erfahren? Niemand kann mir erzählen, dass man mit den Mitteln die man im Zeitalter der modernen Technik. Warum also wurde da vorher nicht schon präventiv eingegriffen? Man hätte diese Krisenherde schließen können oder wenigstens unterstützend helfen können. Menschen mit der Macht dazu gibt es doch genug.
Technik hat, im Dunkeln über die dortigen Ereignisse tappte. Wenn man mir dies weiß machen möchte dann macht man leider seinen Job nicht richtig.
Selbst wenn man aus „Gründen“ (und davon gibt es genug: Lobbyismus, etc. Aber das ist ein anderes Thema) nicht hätte eingreifen können, so hätte man doch wohl wenigstens so viel vorhersehen können, das man hier schon einmal alles auf die drohenden Flüchtlingswellen vorbereitet ist.
Man kann mir nicht erzählen dass einen diese Flüchtlingswellen überrascht haben. Mit Blindheit müsste man geschlagen sein, wenn man nicht erkennt das Menschen die politisch verfolgt oder in Armut leben, flüchten. Das Europa da nahe liegt ist doch nicht schwer zu erkennen.
Hätte man diese Erkenntnis damals getroffen und dementsprechende Maßnahmen getroffen, dann hätte man zwar heute immer noch ein Problem, aber man würde mit diesem Problem viel besser umgehen können.
Menschen müssten nicht unter diesen Verhältnissen leben, was mich wieder zu einem weiteren Punkt bringt:

Die Versorgung:
Ich nehme erst einmal Vorweg, das ein Flüchtling weniger Geld vom Staat bekommt als ein Hartz4-Empfänger. Nach Angaben des paritätischen Wohlfahrtverbandes, liegen die Sach- und Geldleistungen bei einem Flüchtling etwa zehn Prozent unter dem Hartz4-Regelsätzen. Das nur einmal Vorweg.
Weiter möchte ich erwähnen, das Flüchtlinge, sobald sie in Deutschland ankommen, erst einmal in sogenannten "Gemeinschafts- oder Sammelunterkünften" unterkommen und dort leben.
Dort leben meist Eltern mit ihren Kindern und weder deren Privats- noch deren Intimsphäre ist dort geschützt. Das ist kein Zustand. Ich kann zum Glück nicht sagen ob dieses Leben besser ist als politisch verfolgt zu werden, oder in einem Kriegsgebiet leben zu müssen. Ich will das auch gar nicht sagen können.
Desweiteren sind solche Orte ein wunderbarer Sammeltreff für Krankheiten und Erreger, da so viele Menschen zusammen eng auf einem Fleck leben.
Hinzu kommen Orte wie zum Beispiel Heidenau, in denen Flüchtlingsheime von Rechten immer wieder belagert werden. Dort leben meist traumatisierte Menschen welchen es nicht hilft, mit Steinen ab geschmissen zu werden.
Auch fehlt es diesen Menschen zumeist an für uns selbstverständlichen Sachen wie Kleidung oder ein eigenes Dach überm Kopf. Die meisten tragen ihre einzigen Kleider am Körper.
Ein Kurzer Seitenhieb zum Smartphone Argument. Ja diese Menschen besitzen Smartphones, jedoch sind es großteils ihre eigenen, welche sie von zuhause mitgebracht haben um Kontakt zurück herstellen zu können. 
Ich frage dich, würdest du so leben wollen?

"Asylanten nehmen Arbeitsplätze weg"
Kommen wir zu einer ziemlich schwachsinnigen Aussage, meiner Meinung nach, weswegen ich sie auch nur ganz kurz kommentieren werde.
Asylanten nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg. Wenn du dieser Meinung bist, sage ich dir ganz ehrlich: Dann hast du es aber auch nicht anders verdient.
Wusstest du, das den Asylbewerbern in den ersten drei Monaten erst einmal verboten ist überhaupt Arbeiten zu gehen? Erst nach fünfzehn Monaten(!) haben sie das recht an einer „Vorrangprüfung“ teil zunehmen. Die funktioniert ganz einfach: Wenn sich ein Deutscher oder ein EU-Bürger für einen Job bemüht, dann hat dieser erst einmal das Anrecht auf den Job. Das wiederrum heißt, dass dein Argument schon mal hin ist und du dir aus Mangel an Informationen selbst ins Knie geschossen hast, indem du deine, tut mir Leid, Dummheit eindrucksvoll aufzeigst.
Was ich noch hinzufügen möchte ist das es in manchen Bereichen, wie zum Beispiel der Pflege, in denen ein Arbeitskräftemangel herrscht, doch gar nicht so schlecht wäre wenn sich Asylanten dort bewerben und Arbeiten könnten. Das hilft ihnen und das hilft vor allem uns.
Vielleicht kommt jetzt die Anschuldigung: „Nie lass ich diese Kriminellen an meine Oma!“

„Flüchtlinge/Asylanten sind alle kriminell!“
Erst einmal möchte ich sagen dass man dies statistisch nicht belegen kann. Dies kann man natürlich negativ und positiv auslegen, jedoch lass mich dir sagen, dass wenn man unter solchen Umständen lebt die Kriminalität natürlich begünstigt wird. ABER!: Das gilt genauso für uns Deutsche. Wenn man den Menschen sofort unterstellt das sie Kriminell seinen, dann steckt man sie sofort in eine Schublade aus der sie dann ohne Hilfe von außen nicht wieder raus kommen.
Also lieber erst einmal freundlich sein und den Menschen kennen lernen, denn jeder Mensch ist ja auch anders.
Ich könnte dich auch als Kriminell bezeichnen ohne dich zu kennen, würdest du das mögen? Ich denke ehr nicht, das ist einfach nur abwertend und beleidigend.


Meine Schlussworte:
Ich habe mich, als ich mich hier rüber informiert habe, mit einem Freund unterhalten welcher selber Helfer vor Ort in den Sammelstätten war und mir durchaus genau Auskunft über das Leben dort geben konnte. Das hat natürlich geholfen, mir eine Meinung über dieses Thema bilden zu können. Und das ist doch eigentlich das wichtigste, eine Meinung zu haben, nicht einfach nur zu sagen: Ist mir egal, betrifft mich nicht. Es betrifft uns alle!
Was ich eigentlich nur sagen möchte ist, dass wir im Endeffekt doch alle Menschen sind. Egal woher wir kommen oder welcher Religion wir angehören, wir atmen die gleiche Luft und leben auf demselben Planeten. Alleine die Tatsache das wir leben ist schon ein Geschenk alleine.
Warum versuchen wir nicht mit den Menschen die Hilfe brauchen aus zukommen und sie zu unterstützen, anstatt ihnen das Leben zur Hölle zu machen?

Und an all den, verzeiht mir meine Ausdrucksweise, Rechten Müll der rumläuft und Steine nach Flüchtlingen wirft, ihr geht mir gehörig auf die Eier. Ich weiß nicht wer euch ins Hirn geschissen hat, aber derjenige hat wohl vergessen mal ordentlich umzurühren.
Erstmal sind da Kinder bei(!) und generell Menschen bei denen es gerade besonders schlecht geht. Helft denen lieber anstatt sie zu schikanieren.
Ich möchte hier einmal LeFloid zitieren: „Diese „besorgten Bürger“ sorgen dafür das ich immer mehr zu einem besorgten Bürger werde.“ 
Menschen wie ihr seid es eigentlich gar nicht wert Menschen genannt zu werden. Ich finde das dies furchtbar enttäuschen ist und ein schlechtes Licht auf ganz Deutschland wirft, auf die Menschen die wirklich helfen wollen.  Wenn ihr unbedingt Zustände haben wollt wie vor siebzig Jahren, dann bitte geht in eine Höhle mauert euch da ein und spielt dort euer Spiel, aber lasst uns damit in Ruhe! Oder noch besser, wenn ihr Hass und Gewalt so liebt, dann geht doch einfach in die Ursprungsländer, dort herrschen diese Sachen bereits. Dort werdet ihr euch bestimmt wohl fühlen.
Ich möchte hiermit keinen aufrufen Sachen zu spenden oder auf andere Weise zu helfen, das bleibt jedem einzelnen selbst überlassen.
Ich möchte nur an eure Einstellung appellieren.
Mensch bleibt Mensch, wir sind alle gleich, bedenkt das bitte.

In diesem Sinne, machts  gut!


Euer Alex


Anbei noch ein paar Links die ihr euch ruhig einmal anschauen könnt: