Motivation!

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JUST DO IT!

Dienstag, 22. September 2015

Kurzgeschichte Nummer 9: Beziehungstod

Beziehungstod


„Andrea, jetzt warte doch mal!“, rief ich.
Es war Schulende, kurz nach halb eins.
Ich lief ihr hinterher. „Jetzt warte doch! Andrea!“ Ich packte sie am Handgelenk.
„Lass mich los!“ rief sie und versuchte sich los zu reißen. „Max jetzt lass mich endlich los, ich habe dir nichts, rein gar nichts zu sagen.“
„Oh doch, hast du!“ Warum zum Teufel weichst du mir die letzten Tage aus, redest nicht mehr mit mir und beantwortest und keine einzige meiner Sms?“  „Das geht dich gar nichts an Max!“
„Und wie mich das was angeht!“, rief ich. „Wir sind zusammen…oder?“
„Das war einmal Max,es ist aus.“
„Wie jetzt? Auf einmal? Einfach so?“
„Ja, Max, einfach so.“
„Das kannst du mir doch nicht erzählen. Was ist der Grund, los sag schon!“, meine Stimme verlor immer mehr und mehr an Intensität. „Ich sehe keinen Grund es dir zu sagen.“, sagte sie. „Natürlich. Du kannst nicht einfach so Schluss machen, nur weil du Lust dazu hast.“
„Ok du willst den Grund? Hier hast du ihn: Es gibt jemand anderen, jemand besseren.“
Diese Worte trafen mich, es tat weh. Verdammt, die letzten Monate waren die besten meines Lebens und das soll jetzt alles auf einmal nicht mehr sein? Nur wegen eines anderen? Wegen jemand besseren?


Mir liefen dir Tränen übers Gesicht. Langsam aber gleichmäßig. Verdammt! Warum heulte ich jetzt? Ich bin ein Mann, ich heule nicht. Scheiße! Ich bin so ein Versager.
„Aber Andrea, warum?“ „Das habe ich dir doch schon gesagt. Und jetzt lass mich los!“ Sie riss sich aus meinem Griff, schaute noch einmal zurück und ging fort. Fort aus meinem Leben und fort aus meinen Erinnerungen. Nun stand ich hier, alleine und zerbrochen.
Ich fiel auf die Knie, heulend, schluchzend und innerlich völlig leer. Ich hatte heute das, was mir am meisten bedeutete verloren.
Langsam stand ich auf, ging an den Geschäften vorbei. Ich erinnerte mich an Sachen, Dinge, Späße und Momente die ich und Michelle an diesen Geschäften geteilt hatten. Sie war so glücklich…
Ich ging weiter, Richtung Ende der Straße, Richtung Bahnübergang, Richtung „Ein-Uhr-Zug“. Ich blieb mitten auf den Schienen stehen. 
Ich konnte den Zug hören, bevor ich ihn sah. Sein lautes Warnsignal veranlasste alle von den Schienen zu gehen. Alle außer mir. Ich sah die Lücken des Zuges auf mich zu rasen.

Dann schloss ich die Augen…Andrea!





Nachwort: Etwas sehr trauriges ich weiß, jedoch dachte ich mir ein zwei ernste Sachen zu verfassen. Ist dir übrigens aufgefallen, dass man die zwei Teile der Geschichte in keine Reihenfolge packen muss? Man kann genauso gut, mit dem zweiten Teil anfangen und zum ersten übergehen.