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Sonntag, 20. September 2015

Kurzgeschichte Nummer 8: Die Geschichte der Freundschaft

Die Geschichte der Freundschaft


Die Freundschaft ist wie ein pinker, plüschiger Watteball. Er kann unglaublich angenehm sein aber auch sehr leicht verdrecken und kaputt gehen.
Jeder besitzt diesen Watteball oder hat ihn einmal besessen. Bei manchen strahlt er, strahlte er im vollsten Pink das man sich vorstellen kann.
Bei anderen jedoch verdreckt ehr sehr schnell und wird in die Ecke geworfen und danach nie wieder beachtet.
Dies ist die Geschichte eines Watteballs der all diese verschiedenen Stadien durchläuft.

Der Watteball war noch unbenutzt, als er in meinen Besitz kam. Er fühlte sich weich und sanft an und irgendwie wichtig. Diesen Watteball wollte ich nie wieder loslassen, er war mit das Wichtigste in meinem Leben und sollte für immer nahe meines Herzen liegen. Dies versprach ich dem Watteball und der Watteball strahlte so hell wie nur möglich. Irgendwann jedoch, ließ ich aus Unachtsamkeit diesen Watteball fallen. Ich hatte ihn mittlerweile als ganz selbstverständlich betrachtet und mich auf seine strahlende, mich auffangende Existenz verlassen.
Als ich bemerkte das ich ihn fallen gelassen hatte, war ich verstört, mir war es nicht einmal aufgefallen das ich ihn hatte fallen gelassen. Panisch lief ich alle Orte ab an denen ich ihn verloren haben könnte, doch ich fand ihn nicht. Traurig und mit salz verkrusteten Mundwinkeln, saß ich vor meiner Türe und hoffte der Watteball würde zu mir zurückkehren.  
Und da, tatsächlich klopfte es an meine Tür! Ich öffnete und eine nette Person überreichte mir den, nun nicht mehr so strahlenden, ehr leicht verdreckten Watteball. Ich war sehr erleichtert und machte mich sofort daran ihn zu säubern. Vieles konnte ich auch bereinigen doch einige Sachen waren wie fest geklebt, sie ließen sich halt nicht mehr reinigen. Ich akzeptierte dies, denn was zählte war doch das der Watteball wieder nahe meinem Herzen lag, von wo er nie mehr weichen sollte.
Doch das Schicksal ist ein mieser Verräter und ich verlor ihn wieder. Das war‘s dachte ich, es ist vorbei. Ich habe immer an den Watteball gedacht und ich hatte ihn behütet. Doch das reichte nicht. Ich habe mich nicht weiterentwickelt, während der Ball sich weiter entwickelte, dies erkannte ich jedoch erst als es zu spät war. Jedoch fand dieses Mal ich den Watteball und hob ihn Vorsichtig auf. Ich war mir nicht sicher ob ich den Watteball überhaupt noch sauber bekommen würde.
Da steh ich nun, den Watteball in meinen Händen, schmutzig und nicht perfekt, das genaue Gegenteil zum Anfang. Kann ich mir erlauben den Watteball zu säubern, ist es mein Recht? Bin ich dazu überhaupt noch fähig? Ich weiß es nicht, aber ich weiß dass ich es versuchen muss. Denn dieser nicht mehr so pinke, nicht mehr so plüschige Watteball ist immer noch ein Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte. Also werde ich mich um diesen Watteball noch einmal bemühen, ich werde mich mir selbst beweisen und diesen Watteball mit allem was ihm gebührt wieder in mein Leben integrieren.

Wenn du auch so einen Watteball in deinem Leben hast, dann kümmere dich um ihn. Sorg dafür dass es ihm gut geht. Klar, wird er schmutzig werden und vielleicht auch mal komisch riechen. Doch solange du diesen Watteball mit einem Lächeln betrachtest, ist er wichtig für dich. Also behandle den Watteball auch so!