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Montag, 14. September 2015

"Kurz"geschichte Nummer 6, Teil 2: Mord im Aufzug

Mord im Aufzug

„Also Michelle“, sagte Luc, "könnten sie mir vielleicht genau beschreiben wie alles ablief?“
Michelle nickte. „Also wir standen hier beim Aufzug, wir redeten kurz, dann gab er mir ein Etui.“, sie fasste sich an den Hals. „dann haben wir uns umarmt und uns geküsst. Ich öffnete das Etui und fand diese Kette vor.“ „Wir sind verlobt“, sagte Herr Becker lächelnd. Ich hatte ihrem Vater zuvor von uns berichtet, zur Feier schenkte ich ihr diese Kette.“
Inspektor Brown beriet sich mit seinem Assistenten, während dessen ging Luc auf Michelle zu und sagte leise: „ Entschuldigung aber könnten sie mir bitte zeigen was passiert ist?“ Sie wirkte verdutzt, willigte aber ein.
„Also“, sagte sie. „ich stand hier mit dem Rücken zum Aufzug, es war so 5 vor 9.“
„Woher wissen sie das so genau?“, fragte Luc. Nun ja, ich konnte seine Uhr sehen.“
„Wie das?“
„Als er mir die Kette anzog, sagte er dass sie gut zu meinen rosa Ohrringen passe und fasste mir ans linke Ohr.“, erwiderte sie. „Und dabei haben sie seine Uhr gesehen?“ „Genau.“
„Bitte fahren sie fort.“, sagte Luc.
„Naja, viel passierte nicht mehr. Er umarmte mich, wir küssten uns und danach gingen wir auf Klo.“
„Doch nicht etwa um…?“, fragte Luc. „Das geht sie gar nichts an! Aber nein. Wir wollten zurück auf die Feier und machten uns nochmal frisch.“, erwiderte sie.
„Hielten sie die Augen beim Küssen geschlossen?“, fragte Luc plötzlich. „Natürlich.“, erwiderte Michelle verdutzt.
„Ok danke. Das war‘s dann auch schon.“, sagte Luc mit einem Lächeln im Gesicht. Er wendete sich ab.
 Ok, dachte er, wenn alles so ablief wie ich es mir denke, dann weiß ich wie es passierte. Nun fehlt nur noch die Mordwaffe.
Er ging zu Rauf und flüsterte ihm etwas ins Ohr. „Können sie das für mich erledigen?“, fragte er Rauf dann.
Der Assistent nickte und verschwand. „Herr Inspektor!“, rief Becker genervt. „Kann ich jetzt gehen? Es liegen keinerlei Beweise gegen mich vor.“
„Ähm…ja. Wir brauchen dann nur noch ihre Aussage.“, erwiderte Brown.
Becker drehte sich um und war im Begriff zu gehen. „Halt!“, rief Luc. „Einen Moment bitte! Der Mörder verlässt den Tatort nur in Handschellen!“
„Gib es auf Junge!“, erwiderte Becker höhnisch. „Du hast keinen Beweis, dass ich der Mörder bin!“
 „Oh doch! Was wenn ich wüsste das sie der Mörder sind? Was wenn ich Beweise hätte“ Beweise die sie überführen würden?“, Luc wirkte selbstsicher und ging mit jeder Frage einen Schritt näher auf Herrn Becker zu. „Wenn sie mir kurz zuhören würden, Herr Becker, damit ich den Fall auflösen kann.“
„Luc das sind große Worte. Leg los.“, sagte Brown skeptisch.
„Das Ganze ist eigentlich ganz einfach. Herr Becker traf sich mit Michelle, er schenkte ihr eine Halskette, umarmte sie, küsste sie und erschoss den Herrn Vorsitzenden.“, sagte Luc.
„Noch einmal Junge, wo sind deine Beweise? Und überhaupt, wie soll ich ihn erschossen haben? Wir waren die ganze Zeit zusammen, Michelle und ich.“, erwiderte Becker. Er lächelte wieder.
Na warte, dachte Luc.„Als Sie sie küssten, erschossen sie ihn!“
„Pff, ich bin nicht hier, um mir irgendwelche Hirngespinste von einem kleinen Jungen anzuhören.“, sagte Herr Becker verächtlich. „ Woher hätte ich den wissen sollen dass der Vorsitzende ihm  Aufzug war? Er hätte doch schon längst runtergefahren sein können.“
„Weil sie ihn dorthin bestellt haben.“, sagte Luc. „Ich habe was…?“, fragte Becker verblüfft.
„Sie sagten wahrscheinlich so etwas wie: Ich komme gleich nach, warten sie im Aufzug auf mich. Als Michelle dann kam, gaben sie ihr die Kette, dann küssten Sie sie. Michelle konnte nicht sehen wie sie ihn erschossen, denn sie hatte ja die Augen zu. Außerdem umarmten sie Michelle nur mit der linken Hand. In der rechten hielten die sie Mordwaffe.“
„Dann erklär mir mal warum ich keine Schmauchspuren habe und wo soll die Tatwaffe sein? Und überhaupt warum hat Michelle den Schuss nicht gehört? Selbst wenn ich mit Schalldämpfer geschossen hätte, hätte sie es hören müssen!“ Wenn Becker unsicher war, ließ er es sich nicht anmerken.
„Sie hatten einen Schalldämpfer dabei.“, sagte Luc. Aber, sie schossen genau um 9 Uhr. Zu der Zeit, feierten alle Gäste die Eröffnung des Restaurants, Sektkorken wurden geknallt, Musik spielte und Stimmen waren deutlich zu hören. Michelle musste denken, dass das Geräusch von der Feier kam.“ Siegesgewissheit machte sich in Luc breit.