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Donnerstag, 24. September 2015

Kurzgeschichte Nummer 10: Die Geschichte einer Motte Teil 1

Die Geschichte einer Motte


Es war einmal, eine Motte welche da lebte in einem Kleiderschrank. Dort war es warm und die Kleider schmeckten auch sehr gut. Diese Motte hatte ein sehr, sehr einfach strukturiertes Leben: Sie wachte auf, flog ein bisschen durch den, sehr großen und weitläufigen, Kleiderschrank und wenn sie dann erschöpft war, aß sie ein bisschen von diesem oder von jenem. Heute war zum Beispiel ein rotes Cocktailkleid an der Reihe welches einen leicht rauchigen Nachgeschmack hatte. Der Satinanzug von gestern hatte der Motto irgendwie besser geschmeckt. So saß die Motte nun auf dem roten Cocktailkleid, aß sich satt und dachte an nichts Bestimmtes.
Doch heute, war ein besonderer Tag für die kleine Motte, auch wenn sie noch nichts davon wusste. Heute nämlich, würde sie den Kleiderschrank verlassen.
Die Schranktür öffnete sich. „Sag mal Falk, was soll ich heute den anziehen?“, rief eine Frauenstimme. Das war Hertha, eine junge Dame um die zwanzig. 
„Ich weiß nicht“, antworte Falk und kam ins Ankleidezimmer. Falk war etwa im gleichen Alter wie Hertha. Die beiden waren seit knapp drei Jahren zusammen. „Nimm doch das rote Cocktailkleid, das hattest du schon sehr lange nicht mehr getragen.“, schlug Falk vor. Eigentlich wollte er nur dass sie dieses Kleid trägt, weil das ihren Busen so schön hervorhob.
Unschlüssig, öffnete Hertha die
Kleiderschranktür und fuhr mit den Händen geistesabwesend die Kleiderstange entlang, ein rascheln entstand als die Kleider leicht hin und her geschoben wurden.
„Meinst du?“, fragte Hertha und zog langsam das Kleid heraus und mit dem Kleid auch die kleine Motte.
Als es hell um die Motte wurde, geriet sie in Panik. Sie wusste nicht wo sie war, ihre Sinne setzten aus und sie flog unkontrolliert durch das Ankleidezimmer. Hertha schrie auf: „AHHH EINE MOTTE!“, deutete mit dem Finger auf jene Motte und sprang mit einem gekonnten Hechtsprung in den Kleiderschrank, schloss die Tür bis auf einen kleinen Spalt und blickte mit panischem Blick hindurch.
Währenddessen, hatte Falk den typischen Mann zu spielen. Die Art von Mann welche seine Frau um alles beschützte, den Feind ins Visier nahm und nicht aufhörte bis dieser zur Strecke gebracht worden war. Und so stand Falk im Zimmer mit angespannten Muskeln und verfolgte wie die Motte ihre Bahnen zog. „Tu doch was!“, kreischte Hertha und zog die Tür noch einen Millimeter weiter zu.
„Ja doch!“, rief Falk aus „ich hab da eine Idee. Warte kurz hier und verschreck sie nicht“. Und schon war er wieder zur Tür hinaus verschwunden. „FALK! Lass mich nicht alleine!“, wimmerte Hertha und zog die Tür komplett zu.
Die Motte wiederum, kam langsam wieder zu sich. Sie realisierte das sie sich nicht mehr im Kleiderschrank befand sondern in einem viel größeren Bereich angekommen war. Sie sah sich um und erkannte verschiedene neue Dinge, die der Motte aber weder bekannt, noch in irgendeinem Sinne essbar zu sein schienen. Ein bisschen enttäuscht setzte sich die Motte auf den Kleiderschrank, was sollte sie denn jetzt machen?
„Falk! Faaaaaalk!“, rief Hertha. Ihre Stimme war jetzt schon nicht mehr so schrill, sie hatte sich etwas beruhigt.  Langsam öffnete sie die Tür und spähte nach draußen. Sie konnte keine Motte mehr fliegen sehen, dafür aber sah sie Falk der mit einer Glasglocke mitsamt Teller in beiden Händen mitten im Raum stand.  „Beweg dich nicht“, sagte er. „Die Motte sitzt direkt auf dem Schrank.“ Sofort zog Hertha die Tür wieder zu und gab keinen Mucks von sich.

Langsam ging Falk auf den Kleiderschrank zu, die Glasglocke in der rechten Hand, den Teller in der linken. Sein Blick fixierte die Motte wie ein Löwe eine Antilope kurz bevor er zuschnappt. Immer näher kam er und dann plötzlich sprang er hoch und schloss die Motte mit der Glaskugel ein. Mit einem Jubelschrei stieß er aus. „Hab ich dich du hässliches Vieh!“ 


Fortsetzung folgt...